Béla Bartóks Bratschenkonzert rückt ein Instrument ins Zentrum der Aufmerksamkeit, das sonst eher in der zweiten Reihe wirkt und nicht selten unterschätzt wird. Im Juni 2010 war es die international renommierte Bratschistin Tabea Zimmermann, die das Werk mit den Berliner Philharmonikern interpretierte. Das Berliner Kulturradio urteilte: »Sie spielt [das Konzert] mit einer liebevollen Sanglichkeit, als wäre es von Mozart, und zeigt den Melodiker Bartók, aber auch einige wunderbare Momente der Stille. Tabea Zimmermann kommuniziert, sie spricht richtig durch ihr Instrument mit dem Orchester. Kurz: ein herrlicheres Plädoyer für dieses unvollendete Werk kann man nicht abgeben.« Im Pausengespräch zur Internetübertragung des Abends spricht Tabea Zimmermann mit Helge Grünewald über das Werk.